Grenzansichten

Wie der Ukraine-Krieg die Slowakei verändert I 3sat kulturzeit

Die 3sat-Kulturzeit spricht in der Reihe „Grenzansichten – Zwischen Krieg und Frieden“ mit Kulturschaffenden und Intellektuellen aus Ländern mit gemeinsamer Grenze zu Ukraine oder Russland darüber, wie sie die Situation erleben. Sie geben in der #kulturzeit Einblick in ihr Land, ihre Sorgen und ihren Alltag an den Grenzen zwischen Krieg und Frieden. Weitere Folgen der Reihe könnt ihr bei 3sat anschauen: https://kurz.zdf.de/u5N/

„Le Grand Tour“

Im Rahmen Frankreichs EU-Ratspräsidentschaft organisiert das Institut Français eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema Literatur aus Europa. Das Projekt heißt „Grand Tour“ und ist von dem gleichnamigen Buch von Olivier Guez inspiriert.

„Im 18. Jahrhundert führte die „Grand Tour“ junge Adelige aus dem Norden Europas an die Küsten des Mittelmeers. So vervollständigten sie ihre Bildung und ihr Wissen in den Geisteswissenschaften. Deutlich bescheidener fällt unsere „Grand Tour“ aus: sie streift durch die europäische Fantasie und lädt ihre Leser zu Reisen ein, indem sie an Bord eines utopischen Trans-Europa-Expresses gehen – Züge kommen wieder in Mode, heißt es. Die „Grand Tour“ erzählt von Schicksalen, Städten und Landschaften. Sie untersucht das aktuelle Europa. Dabei führt die Reise oft in der Zeit zurück, denn wir sind ein alter Kontinent. Sie präsentiert einen nie dagewesenen Überblick über die zeitgenössische europäische Literatur, ein Selbstporträt Europas, gezeichnet durch seine Schriftsteller, die zu den besten des Kontinents gehören.“

Olivier Guez hat 27 andere namhafte Autor*innen der verschiedenen Länder Europas, jeweils einen pro Mitgliedsstaat, dafür gewinnen können, mit ihm «un Grand Tour», eine Reise durch Europa zu wagen und über bedeutende Orte der europäischen Geschichte und Kultur zu schreiben. Anlässlich der französischen Präsidentschaft der EU gibt er diese außergewöhnliche Anthologie heraus mit den bisher unveröffentlichten Erzählungen und Kurzgeschichten, in denen sich Erinnerungen, Blickwinkel und Stimmungen eines Europas aus Fleisch und Blut vermischen, in denen verschiedene Schriftsteller*innen Ihre Vision von Europa beschreiben. Damit entwirft er eine bewegende Landkarte des europäischen Geistes der frühen Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts.

An diesem Abend spricht Olivier Guez mit dem slowakischen Autor und Übersetzer Michal Hvorecky. Die Moderation übernimmt Frau Prof. Dr. Béatrice Jakobs vom Romanischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Eintritt: 10,- / 7,- €

Veranstalter: Institut Français de Kiel / Bureau du livre / Literaturhaus SH

Zeit zuzuhören

Frankfurter Buchmesse 2021.

Geschichten aus aller Welt: Michal Hvorecky zu Gast bei Zeit zuzuhören Das Video-Projekt entstand in den Anfangstagen der Corona-Pandemie. Als Gegengewicht zu den Nachrichten der Bedrohung lud das Goethe-Institut Erzähler*innen aus aller Welt dazu ein, eine gute Geschichte zu erzählen. Anderthalb Jahre später ist eine reiche Sammlung an Videos entstanden, aufgenommen mit dem Handy, direkt von zu Hause. Einer der Beitragenden ist der slowakische Autor Michal Hvorecky, der in von einer außergewöhnlichen Bibliotheksbegegnung berichtet. Zeit zuzuhören-Kurator Thomas Böhm knüpft im Live-Gespräch daran an und fragt nach der besonderen Begegnung mit der Vergangenheit in Hvoreckys neuem Roman „Tahiti.Utopia.“

Was wäre wenn?

„Was in aller Welt machen denn Slowaken in der Südsee?! Der slowakische Schriftsteller und Journalist Michal Hvorecky erzählt in seinem neuesten Roman Tahiti Utopia eine irrwitzige Was-wäre-gewesen-wenn-Geschichte.“
Der Freitag

Lesung in München

Michal Hvorecky diskutiert über seinen neuen Roman und seine Vision mit Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung)

Wie sähe die Welt aus, wenn es Großungarn noch geben und die Slowakei nicht existieren würde? Was wäre mit den Slowaken?  Man würde sie auf Tahiti finden, dieser kleinen Insel mitten im Pazifik, mit ihren schönen Stränden, weit weg von der westlichen Zivilisation. Denn wer will nicht ein Stück vom Paradies? Die mitteleuropäische Geschichte wurde noch nie so unterhaltsam erzählt. Michal Hvorecky stellt mit seinem neuen Roman „Tahiti Utopia“ die Geschichte auf den Kopf und beleuchtet darin auch den neuen Nationalismus.

Im Rahmen des Münchner Europa-Mai. 12. 5. 2021, Münchner Stadtbibliothek Neuhausen