Kommunismus als Retro-Gefühl

FALTER rezensiert Michal Hvorecky und Petra Hulová.

„So unterschiedlich die Figuren, Schauplätze und auch die Sprache Hvoreckys und Hulovás sind, in einem gleichen sie sich doch: Beide machen einen eleganten Bogen um die unmittelbare Vergangenheit und Jetztzeit. Die aktuellen Verhältnisse in Tschechien und der Slowakei – immerhin erst seit mickrigen 16 Jahren eigenständige Staaten – werden nur am Rande gestreift.

Das ist doch ein bisschen verwunderlich, denn gerade in den Jahren des osteuropäischen Umbruchs fände sich genügend Material für eine offene Auseinandersetzung mit der jüngsten Geschichte, die unter Umständen sogar auf einen (ohnehin längst überfälligen) Generationskonflikt hinauslaufen könnte. Mancher Autor aus Westeuropa wäre vielleicht sogar froh über eine derartige Fülle an gesellschaftspolitischen Verwerfungen, über Konflikte, die tief ins Private hineinreichen und anhand derer sich Grundfragen wie die nach der Freiheit des Einzelnen beschreiben ließen.“

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