Wallenstein als Oper

Theater und Philharmonie Thüringen präsentieren am 23. Oktober 2009 die deutsche Erstaufführung der Oper „Wallenstein“ von Jaromír Weinberger – eine reizvolle Wiederentdeckung von vergessenen Werken des tschechisch-jüdischen Komponisten. Im Schillerjahr 2009 setzt damit das Theater der Stadt Gera die bei Publikum und Presse gleichermaßen geschätzte Reihe fort. Der musikalischen Tragödie in sechs Bildern Valdštejn liegt Friedrich Schillers gleichnamige Dramen-Trilogie zugrunde. Deutsche Übertragung von Max Brod.

Jaromír Weinberger, geboren am 8. Januar 1896 in Prag, erhielt eine fundierte musikalische Ausbildung am Prager Konservatorium und studierte später bei Max Reger in Leipzig Komposition und Klavier.

Die Ur­aufführung seiner Oper Švanda Dudák (Schwanda, der Dudelsackpfeifer) 1927 im Nationaltheater in Prag war ein sensationeller Erfolg. Ab 1922 war Weinberger Pädagoge am Konservatorium in Ithaka in den Vereinigten Staaten, bis 1937 dann freischaffender Komponist in Bratislava und Prag.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh Jaromír Weinberger im Herbst 1938 mit seiner Frau über Frankreich in die USA. Seine Mutter und einer seiner Schwestern wurden in Konzentrationslagern umgebracht.

Nach der Emigration blieb er zu Unrecht weitgehend vergessenen. Weinberger nahm sich nach etlichen Misserfolgen 1967 das Leben: nach mehreren Nervenzusammenbrüchen Überdosis Schlaftabletten in St. Petersburg in Florida.

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