8 osteuropäische Autoren über die Flüchtlingspolitik

In der SZ skizzieren acht osteuropäische Autoren die Flüchtlingspolitik ihres Landes: der Tscheche Jaroslav Rudiš, die Ungarin Krisztina Tóth, der Slowene Aleš Šteger, der Litauer Eugenijus Ališanka, der Slowake Michal Hvorecky, der Bulgare Georgi Gospodinow, der Serbe Dragan Velikić und der Rumäne Filip Florian. Mit Ausnahme Serbiens beschreiben alle eine Stimmung aus Hass und Furcht gegenüber den Flüchtlingen – und das, obwohl diese Staaten im Schnitt bisher zwischen 0 und 44 Flüchtlinge als asylberechtigt anerkannt haben. Es macht auch keinen Unterschied, ob sie von Linken oder Rechten regiert werden: Außer Serbien ist niemand bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. Dabei hat eigentlich keiner von ihnen wirklich Grund, Angst zu haben, notiert nicht nur Georgi Gospodinow: „Wie gesagt, alles erscheint apokalyptisch, doch da gibt es ein Detail. Denn eigentlich machen die ‚Invasoren‘ einen Bogen um Bulgarien. Traurige Ironie, die wir nicht gern kommentieren. Mein Gott, ist es bei uns so schlimm, dass nicht einmal diese Flüchtlinge ohne Obdach und Lebensunterhalt bei uns bleiben wollen?“

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