Bratislava, mon fol amour

Bratislava est située sur le Danube, à un endroit extraordinaire, au croisement des frontières de trois pays. Cette ville dynamique a connu une histoire fascinante, mais elle continue de n’être qu’un lieu de destination confidentiel plutôt qu’un aimant à touristes. Lisez cet hommage d’un écrivain qui est né dans cette métropole d’Europe centrale, y trouve sa source d’inspiration et l’aime à la folie malgré tous ses défauts.

Traduit par Vivien Cosculluela. Conception graphique, couverture et mise en page: Palo Bálik. Merci beaucoup! ParisBratislava 2019

michal hvorecky bratislava mon fol amour

Troll. Roman

Michal Hvorecky Troll Roman

Osteuropa in naher Zukunft. Ein Heer aus Trollen beherrscht das Internet, kommentiert und hetzt. Zwei Freunde entwickeln immer stärkere Zweifel und beschließen, das System von innen heraus zu stören. Dabei geraten sie selbst in die Unkontrollierbarkeit der Netzwelt – und an die Grenzen ihres gegenseitigen Vertrauens.

Die europäische Gemeinschaft ist zerfallen und wurde durch die Festung Europa ersetzt. Ihr gegenüber steht das diktatorisch geführte Reich, in dessen Protektoraten ein ganzes Heer von Internettrollen die öffentliche Meinung lenkt. Einer von ihnen ist der namenlose Held dieser in einer allzu naheliegenden Zukunft angesiedelten Geschichte.

Gemeinsam mit seiner Verbündeten Johanna versucht er, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören – und wird dabei selbst Opfer eines Shitstorms. Mit seiner rasanten, literarisch verdichteten Erzählung beweist Michal Hvorecky erneut, warum er der erfolgreichste Autor der Slowakei ist.

Michal Hvorecky: Troll. Roman
Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch
216 Seiten, gebunden, € 18,– (D) | € 18,50 (A)
ISBN 978-3-608-50411-8
erscheint am 30. August 2018

Die Arbeit, die wir selber machen sollen

Martin Pollack in der Slowakei

Es ist für mich eine große Ehre und Freude, die slowakische Stimme von Martin Pollack sein zu dürfen. Sein Buch Der Kaiser von Amerika ist in der Slowakei im kleinen, aber feinen Absynt Verlag erschienen. Die sicherlich nicht einfache Entscheidung des Zsolnay Verlages, die Rechte genau an damals noch völlig unbekannte Verleger zu verkaufen, war klug und richtig: Juraj Koudela und Filip Ostrowski sind erst seit drei Jahren in der Buchbranche tätig, haben sich aber schnell einen sehr guten Namen gemacht und zu Recht viel Resonanz gefunden. Die beiden haben ihre Marke der Reportageliteratur gewidmet. Ein solch enges Profil gilt auf dem kleinen Buchmarkt meiner Heimat als schwer durchsetzbar, schließlich leben in der Slowakei nur fünf Millionen Menschen. Doch Absynt wurde zum Symbol der guten wahren Geschichten und spannenden Sachbücher mit unterschiedlichen AutorInnen im Programm wie Ryszard Kapuściński, Swetlana Alexijewitsch oder Karl-Markus Gauß.

americky cisar martin pollack

Weiterlesen

Als die Slowakei einmal so richtig zur Hölle fuhr

Wilsonstadt als Krimi der Woche in der Welt

„Das allerschlimmste Verbrechen von Wilsonstadt“ liest sich, als sei es frisch aus der Werkstatt des Dr. Caligari entkommen. Ganz nah am Grauen gebaut. Eine slowakische Apokalypse. Eisner rast mit Food an den k.-u.-k.-Palästen vorbei, um die Plätze, über die Friedhöfe. Eine Inquisition findet statt. Es wird gefoltert. Die Engel kommen über die Donau. Der Dom stürzt ein. Es ist ein herrlicher Horror. Mehr lesen.