Ende einer Kindheit. Sommer 1989

Der erste Sommer, von dem ich ausführlichen Bericht erstatten kann, begann vor genau zwanzig Jahren. Bis dahin gestalteten sich meine zwei Ferienmonate fast immer gleich.

Meine Familie gehörte nicht zu den privilegierten und durfte fast nirgendwohin ins Ausland reisen. Deswegen sind wir immer am 1. Juli aus Bratislava zu unserer Hütte in der Niederen Tatra gefahren und erst am 31. August zurückgekehrt.

Von diesem Gebirge aus unternahmen wir sporadisch Ausflüge zu international so anerkannten Destinationen wie Kokava nad Rimavicou (Kockenau), Domažlice (Taus) oder an den Stausee Zemplínska Šírava, der aus purer Verzweiflung auch „Slowakisches Meer“ genannt wird. Die westlichste Stadt, die ich je besucht hatte, hieß bezeichnenderweise Ostberlin.

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