Donaufest 2014

Ulm, 7. Juli 2014, 17 Uhr, Haus der Donau, Kronengasse 4\3

Michal Hvorecky – Geschichte im Fluss, Europa im Koffer: eine Gesprächsrunde über biographischen Erfahrungen mit der Donau. Uwe Rada spricht mit den Autoren anhand ihrer Bücher über aktuelle Debatten in ihrem Land, über ihre Fragen und ihre Hoffnungen.

Zu Zeiten des Habsburgerreichs war die Donau das blaue Band, das die verschiedenen Kronländer miteinander zur „Donaumonarchie“ verband. Ende des zwanzigsten Jahrhunderts fanden dort die jüngsten Kriege in Europa statt. Aus Nachbarn waren Feinde geworden. Dennoch gibt die Donau wieder Anlass zur Hoffnung. Für unsere Autoren aus Österreich, Kroatien, Serbien, Bosnien, Bulgarien, Polen und Deutschland ist sie sogar „der Fluss Europas“.

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Zu Mittag bei Stifter

Donnerstag, 22. Mai 2014 , 12:30 Uhr, Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Donau: Stromaufwärts – flussabwärts mit Michal Hvorecky. Es wird serviert: Selchsuppe mit Reibgerstl.

Das StifterHaus lädt an vier Donnerstagen mitteleuropäische SchriftstellerInnen ein,
aus ihren Texten zu lesen. Thematisiert wird in diesen Texten die Donau, der große (mittel)europäische Strom.

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Narrenschiff

Strenggenommen bildet sie zwar nur den zweitlängsten Strom Europas. Doch die Donau ist für das europäische Gedächtnis bis heute beides zugleich: Kulturfluss und Tor in den Osten. Nirgends ufern in unseren Breiten mehr bedeutende Metropolen, kein Fluss hat geschichtsträchtigere Orte und Zeugnisse zu bieten. Historisch kam diesem Gewässer schon in der römischen Antike die Rolle eines Limes zu, es „trennte die Zivilisation von der Barbarei, den klaren Verstand von dunklen Instinkten“, sinniert der Bratislavaer Schriftsteller in seinem nunmehr dritten Roman Tod auf der Donau, der jetzt bei Klett-Cotta in deutscher Übersetzung aus dem Slowakischen vorliegt.


Tod auf der Donau. Rezension

Duna. Dunaj. Dunav. Dunărea. Nein, natürlich ist das keine Substantivdeklination einer osteuropäischen Sprache. Und doch, so ganz verkehrt liegt man mit dieser Vermutung nicht. Unter diesen Namen fließt die Donau, nachdem sie Deutschland und Österreich verlassen hat, Richtung Schwarzes Meer. Zehn Länder verbindet der Strom miteinander.

In der Slowakei, in Kroatien und Serbien, in Bulgarien wie in der Ukraine ist die Donau männlich. Den Rumänen, die sie am längsten bewundern können, und für kurze Zeit auch den Moldawiern, präsentiert sich der Fluss wieder als Dame. Und in Ungarn hat sie zwischendurch sogar ihr Geschlecht verloren. Doch das liegt nur an der ungarischen Grammatik.

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Ein Reiseführer durchs eigene Buch

Michal Hvoreckys Wiener Lesung aus Tod auf der Donau. Von Gerald Schmickl, Wiener Zeitung.

„All das erfuhr man in einer knappen Stunde, mit Leseprobe und Autorengespräch, wobei der Moderator, mein „extra“-Kollege Hermann Schlösser, nicht viel zu tun bekam, da Michal Hvorecky ein höchst beredter und auskunftsfreudiger Interpret seiner selbst ist, und zwar in nahezu makellosem Deutsch, was ihm viel Lob und die Frage des anwesenden Autors Dietmar Grieser eintrug, warum er nicht gleich auf Deutsch schreibe.

(Der Roman wurde von Hvoreckys Freund und Kollegen, dem aus Brünn stammenden Autor Michael Stavarič, übersetzt). Das traue er sich denn noch nicht zu, gab der in Bratislava lebende (und gelegentlich in anderen Berufen, wie Übersetzer oder eben Schiffstour-Manager tätige) Schriftsteller durchaus glaubwürdig und unkokett zur Antwort.“ Mehr lesen.

Michal Hvorecky und Hermann Schlösser im tiempo nuevo.