Lesung in München

Michal Hvorecky diskutiert über seinen neuen Roman und seine Vision mit Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung)

Wie sähe die Welt aus, wenn es Großungarn noch geben und die Slowakei nicht existieren würde? Was wäre mit den Slowaken?  Man würde sie auf Tahiti finden, dieser kleinen Insel mitten im Pazifik, mit ihren schönen Stränden, weit weg von der westlichen Zivilisation. Denn wer will nicht ein Stück vom Paradies? Die mitteleuropäische Geschichte wurde noch nie so unterhaltsam erzählt. Michal Hvorecky stellt mit seinem neuen Roman „Tahiti Utopia“ die Geschichte auf den Kopf und beleuchtet darin auch den neuen Nationalismus.

Im Rahmen des Münchner Europa-Mai. 12. 5. 2021, Münchner Stadtbibliothek Neuhausen

Die Arbeit, die wir selber machen sollen

Martin Pollack in der Slowakei

Es ist für mich eine große Ehre und Freude, die slowakische Stimme von Martin Pollack sein zu dürfen. Sein Buch Der Kaiser von Amerika ist in der Slowakei im kleinen, aber feinen Absynt Verlag erschienen. Die sicherlich nicht einfache Entscheidung des Zsolnay Verlages, die Rechte genau an damals noch völlig unbekannte Verleger zu verkaufen, war klug und richtig: Juraj Koudela und Filip Ostrowski sind erst seit drei Jahren in der Buchbranche tätig, haben sich aber schnell einen sehr guten Namen gemacht und zu Recht viel Resonanz gefunden. Die beiden haben ihre Marke der Reportageliteratur gewidmet. Ein solch enges Profil gilt auf dem kleinen Buchmarkt meiner Heimat als schwer durchsetzbar, schließlich leben in der Slowakei nur fünf Millionen Menschen. Doch Absynt wurde zum Symbol der guten wahren Geschichten und spannenden Sachbücher mit unterschiedlichen AutorInnen im Programm wie Ryszard Kapuściński, Swetlana Alexijewitsch oder Karl-Markus Gauß.

americky cisar martin pollack

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Zu Mittag bei Stifter

Donnerstag, 22. Mai 2014 , 12:30 Uhr, Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Donau: Stromaufwärts – flussabwärts mit Michal Hvorecky. Es wird serviert: Selchsuppe mit Reibgerstl.

Das StifterHaus lädt an vier Donnerstagen mitteleuropäische SchriftstellerInnen ein,
aus ihren Texten zu lesen. Thematisiert wird in diesen Texten die Donau, der große (mittel)europäische Strom.

michal hvorecky donau

 

Schreibt und lest, so viel ihr könnt

Der slowakische Autor Michal Hvorecky brachte den Grundgedanken von Deutsch geht gut vor der Klasse 10 a der Realschule im Aurain auf den Punkt: „Wenn ihr in der Sprache des Landes, in dem ihr lebt, schreiben könnt, euch ausdrücken könnt, dann könnt ihr mitreden und sagen, was ihr wollt. Schreibt, so viel ihr könnt. Schreiben ist lebensnotwendig.“

Hvorecky ist einer von fünf Autoren nichtdeutscher Herkunft, die das Bietigheim-Bissinger Literaturprojekt derzeit in die Schulen bringen. Lesen Sie mehr.

michal hvorecky

Foto: Martin Kalb