Die Arbeit, die wir selber machen sollen

Martin Pollack in der Slowakei

Es ist für mich eine große Ehre und Freude, die slowakische Stimme von Martin Pollack sein zu dürfen. Sein Buch Der Kaiser von Amerika ist in der Slowakei im kleinen, aber feinen Absynt Verlag erschienen. Die sicherlich nicht einfache Entscheidung des Zsolnay Verlages, die Rechte genau an damals noch völlig unbekannte Verleger zu verkaufen, war klug und richtig: Juraj Koudela und Filip Ostrowski sind erst seit drei Jahren in der Buchbranche tätig, haben sich aber schnell einen sehr guten Namen gemacht und zu Recht viel Resonanz gefunden. Die beiden haben ihre Marke der Reportageliteratur gewidmet. Ein solch enges Profil gilt auf dem kleinen Buchmarkt meiner Heimat als schwer durchsetzbar, schließlich leben in der Slowakei nur fünf Millionen Menschen. Doch Absynt wurde zum Symbol der guten wahren Geschichten und spannenden Sachbücher mit unterschiedlichen AutorInnen im Programm wie Ryszard Kapuściński, Swetlana Alexijewitsch oder Karl-Markus Gauß.

americky cisar martin pollack

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Zu Mittag bei Stifter

Donnerstag, 22. Mai 2014 , 12:30 Uhr, Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Donau: Stromaufwärts – flussabwärts mit Michal Hvorecky. Es wird serviert: Selchsuppe mit Reibgerstl.

Das StifterHaus lädt an vier Donnerstagen mitteleuropäische SchriftstellerInnen ein,
aus ihren Texten zu lesen. Thematisiert wird in diesen Texten die Donau, der große (mittel)europäische Strom.

michal hvorecky donau

 

Schreibt und lest, so viel ihr könnt

Der slowakische Autor Michal Hvorecky brachte den Grundgedanken von Deutsch geht gut vor der Klasse 10 a der Realschule im Aurain auf den Punkt: „Wenn ihr in der Sprache des Landes, in dem ihr lebt, schreiben könnt, euch ausdrücken könnt, dann könnt ihr mitreden und sagen, was ihr wollt. Schreibt, so viel ihr könnt. Schreiben ist lebensnotwendig.“

Hvorecky ist einer von fünf Autoren nichtdeutscher Herkunft, die das Bietigheim-Bissinger Literaturprojekt derzeit in die Schulen bringen. Lesen Sie mehr.

michal hvorecky

Foto: Martin Kalb

Grjasnowa & Hvorecky in Passau

Der Slowake Michal Hvorecky und Olga Grjasnowa aus Aserbeidschan lesen am 12. November 2012 um 20 Uhr im ScharfrichterHaus in Passau aus ihren neuen Romanen. Hvoreckys „Tod auf der Donau“ ist neben Abenteuerroman und Satire nicht zuletzt eine Liebeserklärung an die Donau. In „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

Klarsichtig und überdreht komisch

„Wer an die Grenze geht, macht Grenzerfahrungen. Davon weiß der gesunde Menschenverstand ebenso ein Lied zu singen wie der Volksmund. Der 1976 in Bratislava geborene Michal Hvorecky verarbeitete seine Erfahrungen als Begleiter amerikanischer Donaudampfschifffahrts-Touristen in seinem ebenso klarsichtigen wie überdreht komischen Roman „Tod auf der Donau“: Während er durch Ostmitteleuropa schippert, begegnet er grenzüberschreitend neoliberaler Realität und macht daraus nicht nur eine dramatische Lebensgeschichte, sondern obendrein einen spannenden Krimi.“

Peter Geiber, Mittelbayerische Zeitung: Bücher und Filme gegen das DebakelBei der Veranstaltung „Grenzgänger – Blick donauabwärts“ im Literaturhaus Oberpfalz stellten vier Autoren ihre Werke vor.