Als die Slowakei einmal so richtig zur Hölle fuhr

Wilsonstadt als Krimi der Woche in der Welt

„Das allerschlimmste Verbrechen von Wilsonstadt“ liest sich, als sei es frisch aus der Werkstatt des Dr. Caligari entkommen. Ganz nah am Grauen gebaut. Eine slowakische Apokalypse. Eisner rast mit Food an den k.-u.-k.-Palästen vorbei, um die Plätze, über die Friedhöfe. Eine Inquisition findet statt. Es wird gefoltert. Die Engel kommen über die Donau. Der Dom stürzt ein. Es ist ein herrlicher Horror. Mehr lesen.

Advertisements

Witzig-böse Groteske

Sebastian Fasthuber rezensiert Eskorta in NOW:

Eskorta ist eine grelle Satire auf das neue Europa, unendliche Möglichkeiten und unbeschränkte Geldströme. Nebenbei läuft immer die Frage mit, was es heute heißt und dazu braucht, ein Mann zu sein. Hvorecky erzählt schnell und modebewusst, den Tiefgang versteckt er schelmisch ein, zwei Schichten unter der bunten Oberfläche.

eskorta

Eskorta

Michal Hvorecky hat einen ironischen und grotesken Roman über das neue Europa geschrieben – politisch, sexy und exzessiv: Eskorta.

Der Osten ist der neue Westen! Die Geschichte von der Karriere eines Callboys an der Grenze zwischen Osten und Westen, zwischen Gegenwart und Zukunft

Michal Kirchner ist Sprössling einer ungewöhnlichen Familie. Geboren aus der Zweckehe seiner homosexuellen Eltern muss er schon als Kind die skrupellose Überwachung durch den tschechoslowakischen Geheimdienst miterleben. Er flieht in den Westen und kehrt erst als junger Erwachsener in seine Heimatstadt Bratislava zurück. In der Metropole des neuen Turbokapitalismus beginnt seine Karriere in einem Begleitservice für reiche Managergattinen aus dem Westen.

Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch, 250 Seiten
ISBN:
978-3-608-50102-5, Verlag Klett-Cotta/Tropen

Eskorta: Stimmen zum Buch
Leseprobe: Eskorta: Kapitel 1
Lese-Reise im Frühjahr 2009
Das Buch bei Amazon.de kaufen

eskorta1

City

City: Der unwahrscheinlichste aller Orte ist die Vision einer globalisierten und zerrissenen Welt.

Michal Hvorecky hat eine hochaktuelle Groteske über das neue Europa in Form einer literarisch brillanten Liebesgeschichte geschrieben. Er läßt eine Generation aus der Mitte Europas zu Wort kommen, die nichts anderes kennt, als den Kapitalismus in seiner extremsten Ausprägung. Ein Roman über die Sucht nach Bildern und die Suche nach Liebe. Der Roman erzählt in Lichtgeschwindigkeit über Liebe und Abhängigkeit, über Manipulation und Widerstand.

Der junge Fotograf Irvin Mirsky lebt in einer Welt, in der der globale Kapitalismus das Leben der Menschen in Besitz genommen hat. Neugeborene werden Nivea oder Gucci genannt, da große Konzerne für die Namensgebung bezahlen.

Ein Stipendium führt Irvin nach City, den unwahrscheinlichsten aller Orte, wie die neue Hauptstadt Supereuropas genannt wird. Dort versucht er der Sucht zu entkommen, die ihn seit seiner Jugend verfolgt: Er ist abhängig vom Internet. Auf der Suche nach innerer Ruhe trifft er Lina, die Frau seines Lebens. Während Lina zur Ikone der öffentlichen Revolte wird, die das Leben aus den Fesseln der Virtualität befreien will, überwindet Irvin seine Abhängigkeit und versucht die Welt seinerseits von der Übermacht der Bilder zu befreien.

City: Leseprobe, Kapitel 2

Stimmen zum Buch

»In beeindruckender Weise schlimm und hervorragend zugleich.«
Süchtig ist jeder für sich allein, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Michal Hvoreckys Debütroman fesselt wie ein rasantes Computerspiel und hinterlässt nach dem 288 Seiten langen Rausch einen leichten Schauer .«
Süddeutsche Zeitung

»Hvorecky schreibt wie eine übermütige Mischung aus William Gibson und Michel Houellebecq .«
Berliner Zeitung

»Michal Hvorecky literarisiert mit City ein Lebensgefühl junger Menschen – die wütende Ohnmacht gegen die Herrschaft des Kapitalismus .«
taz

Ein Märchen aus neo-virtuellen Zeiten (Arte)

city