Troll. Roman

Michal Hvorecky Troll Roman

Osteuropa in naher Zukunft. Ein Heer aus Trollen beherrscht das Internet, kommentiert und hetzt. Zwei Freunde entwickeln immer stärkere Zweifel und beschließen, das System von innen heraus zu stören. Dabei geraten sie selbst in die Unkontrollierbarkeit der Netzwelt – und an die Grenzen ihres gegenseitigen Vertrauens.

Die europäische Gemeinschaft ist zerfallen und wurde durch die Festung Europa ersetzt. Ihr gegenüber steht das diktatorisch geführte Reich, in dessen Protektoraten ein ganzes Heer von Internettrollen die öffentliche Meinung lenkt. Einer von ihnen ist der namenlose Held dieser in einer allzu naheliegenden Zukunft angesiedelten Geschichte.

Gemeinsam mit seiner Verbündeten Johanna versucht er, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören – und wird dabei selbst Opfer eines Shitstorms. Mit seiner rasanten, literarisch verdichteten Erzählung beweist Michal Hvorecky erneut, warum er der erfolgreichste Autor der Slowakei ist.

Michal Hvorecky: Troll. Roman
Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch
216 Seiten, gebunden, € 18,– (D) | € 18,50 (A)
ISBN 978-3-608-50411-8
erscheint am 30. August 2018

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Wilsonstadt

Grüße aus der Hölle in der Mitte Europas: Das allerschlimmste Verbrechen in Wilsonstadt. Exklusiv als deutsche Originalausgabe, nur als E-Book. Übersetzung: Mirko Kraetsch.

1925 bringt ein anonymer Mörder im jüdischen Viertel von Wilsonstadt, dem alten Bratislava, auf brutale Weise vier Menschen um. Die Polizei ist ratlos. Ausgerechnet der alte, brutale Detektiv Aaron Food aus New York kommt zur Hilfe

Von teuflischen Verschwörern und lebenden Toten gejagt, gerät er immer tiefer in ein Straßenlabyrinth des Grauens, in dem der Satan selbst die Krieger der Finsternis zu befehligen scheint. Unversehens entbrennt ein dramatischer Wettlauf um Leben und Tod, bei dem die Beteiligten nach und nach jegliche Skrupel verlieren.

Michal Hvorecky erzählt eine Gruselgeschichte in der vergessenen europäischen Stadt, indem er gut gelaunt mit den Formen des parahistorischen Gothic Novel spielt. Er schildert, wie sich reale Ereignisse und irrationale Ängste nach dem Zerfall der Habsburger Monarchie zu einer Massenparanoia ungekannten Ausmasses ausweiten. Und zeichnet eine groteske, verlorene Welt, eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und in der sich die Gegenwart seltsam spiegelt.

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Donaufest 2014

Ulm, 7. Juli 2014, 17 Uhr, Haus der Donau, Kronengasse 4\3

Michal Hvorecky – Geschichte im Fluss, Europa im Koffer: eine Gesprächsrunde über biographischen Erfahrungen mit der Donau. Uwe Rada spricht mit den Autoren anhand ihrer Bücher über aktuelle Debatten in ihrem Land, über ihre Fragen und ihre Hoffnungen.

Zu Zeiten des Habsburgerreichs war die Donau das blaue Band, das die verschiedenen Kronländer miteinander zur „Donaumonarchie“ verband. Ende des zwanzigsten Jahrhunderts fanden dort die jüngsten Kriege in Europa statt. Aus Nachbarn waren Feinde geworden. Dennoch gibt die Donau wieder Anlass zur Hoffnung. Für unsere Autoren aus Österreich, Kroatien, Serbien, Bosnien, Bulgarien, Polen und Deutschland ist sie sogar „der Fluss Europas“.

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Zu Mittag bei Stifter

Donnerstag, 22. Mai 2014 , 12:30 Uhr, Linz, StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

Donau: Stromaufwärts – flussabwärts mit Michal Hvorecky. Es wird serviert: Selchsuppe mit Reibgerstl.

Das StifterHaus lädt an vier Donnerstagen mitteleuropäische SchriftstellerInnen ein,
aus ihren Texten zu lesen. Thematisiert wird in diesen Texten die Donau, der große (mittel)europäische Strom.

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Schöne Blaue Donau

Was hat Michal Hvorecky nicht alles in seinen Roman „Tod auf der Donau“ gepackt. Wie aus einem unerschöpflichen Quell sprudeln seine Ideen, die dem Verlauf seiner Geschichte immer wieder eine neue Wendung geben.

Die literarischen Genres wechseln fast schon im Seitentakt. Der Leser purzelt nur so hin und her. Gerade war er noch von der satirisch grotesken Szenerie schmunzelnd amüsiert, befindet er sich sogleich in einem Liebesroman, gefolgt von einer Leiche im Unterdeck, die natürlich sofort auf Agatha Christies klassischen Krimi vom „Tod auf dem Nil“ anspielt.

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Tod auf der Donau. Rezension

Duna. Dunaj. Dunav. Dunărea. Nein, natürlich ist das keine Substantivdeklination einer osteuropäischen Sprache. Und doch, so ganz verkehrt liegt man mit dieser Vermutung nicht. Unter diesen Namen fließt die Donau, nachdem sie Deutschland und Österreich verlassen hat, Richtung Schwarzes Meer. Zehn Länder verbindet der Strom miteinander.

In der Slowakei, in Kroatien und Serbien, in Bulgarien wie in der Ukraine ist die Donau männlich. Den Rumänen, die sie am längsten bewundern können, und für kurze Zeit auch den Moldawiern, präsentiert sich der Fluss wieder als Dame. Und in Ungarn hat sie zwischendurch sogar ihr Geschlecht verloren. Doch das liegt nur an der ungarischen Grammatik.

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